Häufige Fragen

Werden die Lkw beim automatischen System nur mit GPS geortet?

Um die GPS-Positionsermittlung im Fahrzeuggerät zu unterstützen, werden zusätzliche Ortungssensoren eingesetzt (Koppelortung mit Kreisel und Tachosignal). Dies ist ein von der GPS-Ortung unabhängiges Verfahren. Die Ergebnisse beider Verfahren werden ständig miteinander abgeglichen. Dadurch wird die Mautabschnittserkennung weiter verbessert. Es wird sogar ermöglicht, dass das System für kurze Zeit ohne GPS auskommt.

Wie genau ist die GPS-Ortung?

Die Mehrzahl der Positionen wird vom System mit etwa zehn Metern Ortungsgenauigkeit bestimmt. An allen kritischen Stellen, zum Beispiel dort wo nicht-mautpflichtige und mautpflichtige Straßen parallel verlaufen, senden Stützbaken zusätzliche Positionsdaten an das Fahrzeuggerät und präzisieren die Positionsbestimmung.

Kann das Mautsystem auch die Positionsdaten des zukünftigen Satellitensystems Galileo nutzen?

Das Toll Collect-System ist so ausgelegt, dass es auch mit Galileo funktioniert. Dieses europäische Satellitensystem wird zurzeit aufgebaut und soll nach dem Start primär für kommerzielle und wissenschaftliche Zwecke genutzt werden.

Toll Collect hat damit geworben, dass über die Fahrzeuggeräte im Prinzip auch Mehrwertdienste abrufbar sein könnten. Sind die Geräte technisch dazu in der Lage?

Toll Collect wurde mit dem Aufbau und Betrieb des Systems zur elektronischen Mauterfassung für den Schwerlastverkehr in Deutschland beauftragt. Verkehrstelematikdienste sind nicht Teil dieses Auftrags und werden auch nicht angeboten. Toll Collect hat die technischen Möglichkeiten der Geräte jedoch so angelegt, dass Verkehrstelematikdienste später theoretisch empfangen werden könnten. Die Toll Collect-Geräte könnten dann auch zur Effizienzsteigerung bei den Arbeitsabläufen der Spediteure dienen – aber nur, wenn die Bundesregierung dem Aufbau dieses Telematikmarktes zustimmt und die von der EU-Kommission aufgestellten Bedingungen erfüllt sind.

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