Toll Collect zieht Bilanz

Berlin, 16.02.2016

Toll Collect hat seit dem Start der Lkw-Mautpflicht in Deutschland am 1. Januar 2005 für den Bund insgesamt mehr als 44 Milliarden Euro eingenommen. Damit leistet das Mautsystem, das seit elf Jahren stabil und zuverlässig in Betrieb ist, einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der Straßeninfrastruktur.

Hanns-Karsten Kirchmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Toll Collect GmbH, sagt: „Toll Collect ist verlässlicher Dienstleister der Bundesrepublik Deutschland. Das haben wir 2015 wieder einmal bewiesen. Drei erfolgreich und pünktlich umgesetzte Projekte parallel zum Regelbetrieb bei einer Erhebungsqualität von konstant 99,9 Prozenten. Das ist schon einmalig und spricht für die Leistungsfähigkeit des Unternehmens und seiner Mitarbeiter.“

Projekte zur Mautausweitung erfolgreich umgesetzt

Im vergangenen Jahr stiegen die abgerechneten Kilometer von 28 Mrd. Kilometer auf knapp 30 Mrd. Kilometer an. Zu dem Anstieg trugen einerseits die Ausweitung der Mautpflicht auf weitere 1.100 Kilometer Bundesstraßen und die Absenkung der Gebührenpflicht auf Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht (zGG) bei. Andererseits ist der Zuwachs auch ein Ausdruck für die gute konjunkturelle Situation im vergangenen Jahr. Bedingt durch die Mautausweitung haben sich 2015 rund 30.500 neue Firmen bei Toll Collect mit annähernd 300.000 Fahrzeugen registrieren lassen. Darunter waren sowohl Nutzfahrzeuge ab 7,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht als auch Lkw ab 12 Tonnen. Von den 300.000 Fahrzeugen, die neu registriert wurden, kommen rund die Hälfte aus Deutschland.

Tarife angepasst

Neben den beiden Projekten zur Ausweitung der Lkw-Maut wurden 2015 die Tarife geändert. Und das gleich zwei Mal: Im Januar 2015 wurde zum einen ein gesonderter Tarif für die Euro-6-Fahrzeuge eingeführt, zum anderen setzen sich seit diesem Zeitpunkt die Mauttarife aus zwei Mautteilsätzen zusammen - einen für die Infrastrukturabgabe und einen für die Kosten der Luftverschmutzung, die die Lkw verursachen. Letzterer ist von der Schadstoffklasse abhängig.

Für Lkw der Schadstoffklasse Euro 6 werden keine Kosten für die Verursachung von Luftverschmutzung berechnet.

Die zweite Tarifanpassung wurde im Oktober 2015 planmäßig umgesetzt: Hierbei ging es um die Erweiterung der Achsklassen von ursprünglich zwei auf vier.

Qualität groß geschrieben

Auch nach den Anpassungen für die Mautausweitung und den Tarifänderungen erreichte Toll Collect bei der Mauterhebung und –abrechnung so wie in den Vorjahren ein Qualitätsniveau von 99,9 Prozent. Die Qualität wird durch das Bundesamt für Güterverkehr gemessen.

Wirtschaftlichkeit im Focus

Der Betrieb des Mautsystems ist seit 2005 kontinuierlich kostengünstiger geworden. Dank fortlaufender Optimierungen des Systems sanken die Betreiberkosten von rund 19 Prozent 2004/2005 auf durchschnittlich 12 Prozent in den letzten Jahren. Die erzielten Einsparungen kommen dem Auftraggeber über die geringere Betreibervergütung zugute. Für die kommenden Jahre sind weitere Kosteneinsparungen geplant. Die operativen Kosten des Mautsystems liegen mittlerweile deutlich unter den Planansätzen, auf deren Grundlage Toll Collect seinerzeit im Wettbewerb mit anderen Anbietern den Zuschlag erhalten hat.

Toll Collect betreibt gemäß den Anforderungen des Auftraggebers das einzige Mautsystem in Europa mit zwei volllastfähigen Erhebungsverfahren: automatisch über Satellitenkommunikation und Mobilfunk sowie manuell an rund 3.500 Mautstellenterminals und im Internet. Das ermöglicht eine nutzerfreundliche Vielzahl an Buchungs- und Bezahloptionen. Weder die automatische Mauterhebung noch die Aktualisierung von Strecken- und Tarifdaten benötigt straßenseitige Infrastruktur. Die rund 600 Beschäftigten verfügen über ein einzigartiges Betriebs-Know-how und sind für die Herausforderungen der Zukunft gut gerüstet.

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