Erdgasantrieb: Voraussetzungen der Mautbefreiung beachten

Berlin,

Seit dem 1. Januar 2019 sind mit Erdgas betriebene Fahrzeuge von der Lkw-Maut befreit. Die Befreiung gilt bis zum 31. Dezember 2020. Das Bundesamt für Güterverkehr hat jetzt die Voraussetzungen für die Mautbefreiung präzisiert.

Grundsätzlich muss der Antrieb entweder mit NG (Natural Gas), CNG (Compressed Natural Gas) oder LNG (Liquefied Natural Gas) erfolgen. Bivalente Antriebe sind möglich, dabei muss der Erdgasanteil im Regelbetrieb des Fahrzeugs deutlich überwiegen. Das Überwiegen des Antriebs durch Erdgas muss auf Verlangen mit geeigneten Unterlagen nachgewiesen werden.

Ab dem 1. Oktober 2019 profitieren bivalente Erdgas-Fahrzeuge nur noch dann von der Mautbefreiung, wenn ein Mindesttankvolumen der Erdgas-Tanks (ein großer oder mehrere kleine addiert) von 300 Litern oder bei LNG von 115 kg nachgewiesen wird. Bei Nachweis dieses Mindesttankvolumens gilt die - im Einzelfall vom BAG widerlegbare - Vermutung, dass der Erdgasanteil im Regelbetrieb des Fahrzeugs deutlich überwiegt. Unterhalb der Mindestgröße (300 Liter oder bei LNG 115 kg) werden bivalente Erdgas-Fahrzeuge auch nicht bei Toll Collect als mautbefreites Fahrzeug registriert. Registrierungen, die vor dem 1. Oktober 2019 bestanden und die Mindestgröße nicht erreichen, werden gelöscht.

Nicht von der Maut befreit sind Fahrzeuge, die mit LPG (Liquefied Petroleum Gas) angetrieben werden.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Bundesamt für Güterverkehr.

www.balm.bund.de

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